3. Ressort-Workshop: Blick auf KRITIS und nach Bayern

Weit gespannt war diesmal der thematische Bogen beim dritten Workshop der Open-Data-Koordinatoren aus den hessischen Landesministerien: auf der einen Seite die Risiken durch offene Daten über kritische Infrastrukturen, auf der anderen Seite die Chancen aus Open Data am Beispiel des Freistaates Bayern. Wie gewünscht sorgte dieses Spannungsfeld für rege Diskussionen.

 

Bayern hatte schon einige Jahre früher als Hessen sein erstes Open-Data-Portal veröffentlicht und unterdessen unter open.bydata.de komplett erneuert. Bei der landeseigenen byte Bayerischen Agentur für Digitales GmbH dafür verantwortlich war Luis Moßburger, der nun in einem motivierenden Vortrag seine Erfahrungen weitergab. Zum schnellen Anstieg der Zahl der Datenherausgeber hatte nicht zuletzt das Angebot kostenfreier kommunaler Open-Data-Präsenzen verholfen - auch für Hessen ein Modell, das nun geprüft wird.

Zuvor hatten die Teilnehmer mit KRITIS und OSINT nicht nur die Bedeutung neuer Abkürzungen erfahren, sondern Open Data aus einem ganz anderen Blickwinkel betrachtet. Patrick Drews aus dem Referat Krisenmanagement des Hessischen Ministeriums des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz wies auf die Gefahren hin, die aus leichtfertigen Veröffentlichungen sensibler Daten für die kritische Infrastruktur und damit die innere Sicherheit entstehen können. Eindrucksvoll belegte er deren maschinelle Verknüpfung anhand praktischer KI-Recherchen aus öffentlichen Quellen. Aufgegriffen wurde die Anregung, den Open-Data-Bereitstellern in Hessen künftig ein Prüfschema mit einem einfachen Ampelsystem an die Hand zu geben.